Am 6. November 2026 tagt die AG „EDV, Datenerfassung in der Anerkennung“, der neben dem BVO auch Vertreter von BDS, DRV und BDP angehören.
Gerne möchten wir Anregungen und Verbesserungsvorschläge aus der Praxis in die Sitzung einbringen. Daher bitte ich um Rückmeldung bis spätestens 4. November 2026, wenn Ihnen Optimierungsmöglichkeiten bei den Programmen Webseeds, SaPlus oder Sapro/Kapro aufgefallen sind.
Im Rahmen der Anhörung des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat zur Umsetzung der reformierten Gemeinsamen Marktordnung (GMO) am 29. September 2026 hat der BVO auf die besonderen Anforderungen der Saatgutvermehrung hingewiesen.
Eine vom Schweizer Forschungsinstitut Agroscope und Partnern durchgeführte Feldstudie(link is external) untersuchte über drei Jahre die Wirkung unterschiedlicher Saatgutbehandlungen bei Winterweizen. Verglichen wurden chemische Beizen sowie alternative Verfahren wie Thermoseed, Elektronenstrahlbehandlung und Senfpräparate. Bewertet wurden Ertrag, Proteingehalt, Tausendkorngewicht, Mikronährstoffe sowie Auswirkungen auf die mikrobiellen Gemeinschaften an Saatgut und Wurzeln.
Die Verwendung von hochwertigem, gesundem Saatgut ist die Basis für eine erfolgreiche Ernte. Saatgut ist für den Landwirt ein entscheidendes Betriebsmittel. Daher sind Mitarbeiter im Saatgutvertrieb und im Außendienst im Gespräch mit ihren Kunden besonders gefordert – für sie wollen wir einen konzentrierten Überblick geben über zentrale Aspekte der Saatgutproduktion. Im Fokus steht dabei die Frage: Was muss ich wissen, um erfolgreich Saatgut verkaufen zu können?
Die EU-Mitgliedstaaten haben Ende April der Trilog-Einigung zu den neuen Züchtungstechniken zugestimmt. Nun steht noch die endgültige Entscheidung des Europaparlaments aus. Im Trilog hatten sich Rat und Parlament darauf verständigt, dass durch neue genomische Techniken hergestellte Pflanzen der sogenannten Kategorie 1 den Sorten aus konventioneller Züchtung gleichgestellt werden. Die nationalen Behörden müssen künftig vor Markteintritt prüfen, ob Pflanzen dieser Kategorie angehören. Entsprechende Nachkommen müssen jedoch nicht kontrolliert werden.
Die US-Weizenindustrie befindet sich in der Krise. Sie sieht sich durch veränderte Konsumtrends und den Aufstieg kostengünstigerer globaler Rivalen bedroht, welche die Exportdominanz Amerikas untergraben. Die amerikanischen Landwirte bauen immer weniger Weizen an, teilweise nur in Fruchtfolge, um die Bodenqualität zu erhalten. Daher schauen viele auf die züchterischen Entwicklungen des Hybridweizens. Dieser Vorstoß ist eine Wette darauf, dass die Wissenschaft rechtzeitig marktreif wird, um den Anbau für die Erzeuger wieder ausreichend profitabel zu machen.
Die Idee, im Rahmen der Anmeldung eines Vermehrungsvorhabens Geodaten zu jedem Vermehrungsvorhaben zunächst in WebSeed einzugeben, um diese dann in die behördlichen Programme zu übertragen, wurde nun im ersten Schritt für die Länder, die mit SaPlus arbeiten, umgesetzt.
Im Rahmen der geplanten Verringerung von Verwaltungskosten und Berichtspflichten für Unternehmen in der EU hat die EU-Kommission unter anderem das sog. Omnibus Paket 10 vorgelegt. Gemeinsam mit dem AGRARHANDEL hat der BVO dazu gegenüber den zuständigen Behörden und in Form einer Pressmitteilung Stellung bezogen.
Bereits mehrfach haben wir über den Stand der Diskussion um die Zusammenführung der Saatgutrichtlinien in eine Verordnung berichtet. Die EU-Staaten haben nun ihre gemeinsame Linie zur geplanten Verordnung über Pflanzenvermehrungsmaterial festgelegt. Der Rat brauchte länger, um eine gemeinsame Position zu finden, während das Parlament bereits im Frühjahr 2024 Stellung bezogen hatte. Die Initiative der Kommission stammt aus dem Jahr 2023.
Aus der Mitgliedschaft erreichte uns die Anfrage danach, ob Soja-Saatgut unter die Pflichten der EU-Verordnung für entwaldungsfreie Produkte (EUDR) fällt. Dazu ist festzuhalten:
Die befallsunabhängige Dauerbeköderung (BUD) ist nicht nur für Agrarhandelsunternehmen, sondern auch für Saatgutproduzenten ein wichtiges Instrument, um das Saatgut frei von Nagetieren zu halten und Qualitätseinbußen zu vermeiden. Dabei kommen bislang unabhängig vom konkreten Befallsrisiko sog. antikoagulante Biozide (Rodentizide) zum Einsatz.
Neue Märkte sind auch für den Saatgutsektor immer interessant. Ein solcher könnte sich jetzt in Bezug auf die Luftfahrt auftun. Sowohl die Bundesregierung als auch die EU haben ein klares Ziel: Die Luftfahrt in Deutschland und Europa soll bis spätestens 2045 klimaneutral werden.
Ende Juli fand ein weiterer Austausch der Verbände der Saatgutwirtschaft sowie dem Bundessortenamt und dem BMLEH zum Stand der Diskussion um das EU-Saatgutpaket statt. Das Bundessortenamt ist sehr bemüht, die Position der Bundesregierung (die sich mit den Anliegen der Verbände deckt) in Brüssel einzubringen und bindet die Saatgutwirtschaft eng ein.
Mit einem vorliegenden Referentenentwurf zur Anpassung des Pflanzenschutzgesetzes an unionsrechtliche Vorgaben werden berufliche Verwender von Pflanzenschutzmitteln verpflichtet, ihre Pflanzenschutzmittelanwendungen ab dem 1. Januar 2026 elektronisch in einem maschinenlesbaren Format zu dokumentieren.
Der Bundesrat stimmte am 23. Mai 2025 einer Änderung der Saatgutverordnung zu. Inhaltlich ging es darum, die „Nulltoleranz“-Regelung bezüglich des Jakobs-Kreuzkrautes bei der Saatgutvermehrung von Gräsern, Leguminosen und sonstigen Futterpflanzen etwas zu lockern.
Im Jahr 2008 trat in Süddeutschland erstmalig das Syndrome Basses Richesses (SBR) an Zuckerrüben auf. Seitdem hat sich die Situation verschärft. Ursache dafür ist die enorme Anpassungsfähigkeit der Schilf-Glasflügelzikade.
Die Verordnung über den gemeinschaftlichen Sortenschutz ((EG) 2100/94)(link is external) wurde 1994 erlassen, um eine Regelung für die Erteilung des gemeinschaftlichen Sortenschutzes zu schaffen. Dabei geht es insbesondere um Rechte des geistigen Eigentums. 1995 wurde für die harmonisierte Durchführung der Verordnung das gemeinschaftliche Sortenamt (CPVO) gegründet. Die Kommission sieht sich angesichts des langen Durchführungszeitraums der Verordnung gezwungen, diese zu überprüfen.
Das alljährlich stattfindende Gespräch der vier Saatgutverbände (BDP, BDS, BVO und DRV) fand Anfang Dezember 2024 unter guter Beteiligung in Berlin statt. Begonnen wurde mit dem Bericht aus den

