Die Funktionen der VO-Firmen
Vermehrungsorganisations-Firmen (VO-Firmen) übernehmen in der Wertschöpfungskette des Produktes Saatgut die Funktion als Bindeglied zwischen Züchtung und landwirtschaftlicher Praxis. Neue wie auch etablierte Sorten erhalten durch die Arbeit der VO-Firmen und U-VO-Firmen Zugang zum breiten Saatgutmarkt in der Landwirtschaft. Denn durch die Zusammenarbeit zwischen VO-Firmen und bestimmten landwirtschaftlichen Betrieben (Vermehrern) entsteht überhaupt erst eine ausreichende Menge Saatgut, um den Markt zu bedienen. Als Partner der VO-Firmen treten die sogenannten Unter-VO-Firmen auf, die erst durch diese Partnerschaft als (i.d.R.) selbständig agierende Unternehmen ebenfalls berechtigt sind, Saatgut zu produzieren und zu verkaufen, was in enger Abstimmung mit der betreuenden VO-Firma geschieht. An dem gesamten Prozess sind 58 Züchtungsunternehmen mit eigenen Zuchtprogrammen, 40 VO-Firmen, 160 U-VO-Firmen und 2.500 Getreide-Vermehrungsbetriebe beteiligt. Potentielle Abnehmer des Produktes Saatgut sind etwa 285.000 landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland.