Gentechnik: Ergebnisse der Saatgutüberwachung der Bundesländer im Jahr 2023

Gemäß einer Fachmeldung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) haben „im Analysejahr 2023 (01.10.2022 – 30.09.2023) die amtlichen Untersuchungsstellen der Bundesländer nach Angaben der LAG (Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Gentechnik) insgesamt 818 Saatgut-Proben von 11 verschiedenen Kulturpflanzen auf Anteile gentechnisch veränderter Organismen (GVO) untersucht. Wie bereits im Vorjahr wurden auch im Analysejahr 2023 in keiner der untersuchten Saatgutpartien GVO-Anteile nachgewiesen. Mais (inkl.

Weitere Entwicklungen zu den Züchtungstechniken

Am 07. Februar 2024 nahm das Europäische Parlament (EP) mit 307 zu 263 Gegenstimmen (bei 41 Enthaltungen) seine Position für die anstehenden Trilogverhandlungen zum Vorschlag einer Verordnung zu Neuen Genomischen Techniken (NGT) an. Die Abgeordneten sprachen sich gegen Patente auf NGT-Pflanzen aus und befürworteten ein Verbot von NGT-Pflanzen im Ökolandbau. Neu im Vergleich zur Position des Umweltausschusses (ENVI) ist, dass das Plenum die verpflichtende Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit für Produkte aus allen NGT-Pflanzen beibehalten möchte.

Erste Ergebnisse VerenA

Das erste Jahr dieses Rücknahmesystems für Big Bags (und Transport- und Umverpackungen) ist vorüber. Bislang haben sich 64 Unternehmen für die Teilnahme an diesem System entschieden, es wurden 235 Sammlungen durchgeführt. Bislang konzentriert sich der Anteil der Sammelstellen auf den Norden und den Süden der Republik, so dass in 2024/2025 die Aktivitäten in Mitteldeutschland ausgeweitet werden. Ebenso wurde in Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT ein Klimaschutzzertifikat entwickelt.

Erfolgreicher Saatguthandelstag in Magdeburg

Am 14./15. Mai 2024 traf sich die deutsche Saatgutbranche mit fast 240 Teilnehmern in Magdeburg zum jährlichen Saatguthandelstag. An zwei Tagen wurde über vielfältige Themen diskutiert – beginnend mit der nachhaltigen Finanzierung und einen Blick nach Brüssel, wir lernten viel über Kommunikation und warfen einen Blick auf die Feldsaatenmärkte. Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der KI und Digitalisierung – es bieten sich auch hier spannende Möglichkeiten für die Landwirtschaft.

Agrarpaket der Ampelfraktionen

Auf Druck aus der Landwirtschaft, der durch vielfache Demonstrationen zum Ende des letzten Jahres gezeigt worden war, haben die Ampelfraktionen ein Agrarpaket geschnürt. Bundesminister Özdemir lässt sich folgendermaßen zitieren:

Nachfrage nach Öko-Regelungen

Laut einer Meldung der AGRA-Europe ist die Nachfrage nach Öko-Regelungen 2024 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Das geht aus einer Auswertung der vorläufigen Antragszahlen hervor, die das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) Anfang Juli vorgelegt hat. Danach liegt die Inanspruchnahme der Öko-Regelungen insgesamt über dem Vorjahr. Einzige Ausnahme bildet die Öko-Regelung 1c, Blühstreifen auf Dauerkulturen. Den größten Zuspruch findet auch 2024 die Öko-Regelung 2 (Anbau vielfältiger Kulturen).

JKI-Umfrage zu Auswirkungen von Extremwetterereignissen

Das Julius Kühn-Institut (JKI) startet eine Umfrage mit der Zielgruppe landwirtschaftliche Beratung, Verbände und Interessengemeinschaften, die wir gerne weiterleiten. Aus der Meldung des JKI geht folgendes hervor: „Um die Landwirtschaft an den Klimawandel anzupassen, ist es wichtig zu verstehen, wie dieser den Pflanzenbau beeinflusst. Das hängt von vielen Faktoren des jeweiligen Betriebs ab, wie beispielsweise Standort, Produktionsrichtung, Betriebsstruktur und Anbauverfahren.